Fehleranalyse • Ausführung einer Türanlage

Sachverständiger ermittelt für Gerichtsverfahren

Beim Umbau eines Mietobjektes wurde einem Bauunternehmen der Auftrag erteilt, im Rahmen der Baumaßnahmen die einzige Feuerschutztüre im Objekt ebenfalls einzubauen. Nach Fertigstellung der Arbeiten bemängelte der Auftraggeber die Türanlage. Es kam zum Gerichtsverfahren, in dem ich als Sachverständiger bestimmt wurde.

Fehleranalyse:

Im Ortstermin stellte ich fest, dass die Türanlage falsch eingebaut wurde. Der Bodeneinstand an der Türanlage wurde nicht abgeschnitten und die Türe hatte 35 mm Bodenluft. Zudem waren die Anker und Dübel nicht mit Mörtel überdeckt. In der dem Türelement beiliegenden Einbauanleitung waren 10 mm +- 2 mm als zulässige Bodenluft und das Überputzen der Anker mit Mörtel ( kein Putz ) vorgeschrieben.

Kosten des Gerichtsverfahrens:

Der Schaden im Gerichtsverfahren belief sich inkl. Putz und Malerarbeiten auf rund 3.500,-€. Der Wert der Türe mit Einbau durch einen Fachbetrieb wäre mit 650,- € wesentlich günstiger gewesen. Im Brandfall hätte diese Türe nicht der vorgegebenen Dauer von 30 Minuten Stand gehalten und Leib und Leben der Bewohner wären in Gefahr gewesen.