Verletzungsgefahr an Türen

Falsche Montage birgt hohe Risiken

Immer wieder erleiden unbedarfte Menschen bei der Betätigung von Türen schwerste Verletzungen an den Händen und Fingern. Vielfach werden diese durch Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften hervorgerufen.

Bei der Produktion und Herstellung ebenso wie bei Änderungen an Türen und deren Umfeld, werden Grundlegende Dinge nicht beachtet.

So ist es vielfach zu beobachten, das falsche Drücker ( Türklinken ) an Türanlagen angebaut sind, bei denen durch die fehlende Verkröpfung eine Quetschgefahr oder gar die Gefahr des Abscherens gegeben ist.

Werden zum Beispiel, wie in einem Hotel gesehen, aus optischen Gründen di Türlaibungen mit einer Verkleidung versehen, müssen die Drücker entsprechend angepasst und andere Modelle, in versetzter Ausführung gewählt werden. So kann durch eine gut gemeinte Änderung ein vorhandenes Konzept zu einer Gefahr werden.

In einem mir bekannten Fall wurde durch schwere Abscherverletzungen an einem Daumen ein Mann mehrere Monate arbeitsunfähig und es kam zum Gerichtsprozess. Hier hatte jemand nachträglich einen Stoßgriff zu nah an der Scherkante montiert.

Werden solche Nachrüstungen an Türen oder deren Umfeld vorgenommen, sind alle Beteiligten gefragt, damit hier die Vorgaben der entsprechenden Vorschriften eingehalten werden.